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Bielefeld ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Detmold im Nordosten Nordrhein-Westfalens.

Foto: Arnold Exportbier  Foto: H-j Spengemann   Foto: Jochen Czech 

Geschichte

Bielefeld um 1895

Stadtgründung und Mittelalter (1214–1500)

Die erste Erwähnung der Stadt Bielefeld stammt aus dem Jahr 1214 und findet sich in einer Vertragsurkunde des Grafen Hermann von Ravensberg und des Klosters Marienfeld. Vorher befand sich an dieser Stelle eine Bauernsiedlung, die bereits 1015 als „Biliuelde“ erwähnt wurde, jedoch kaum Bedeutung hatte. Die neu gegründete Stadt sollte der Landessicherung dienen, da sie an der Südgrenze der Grafschaft Ravensberg lag. Außerdem war beabsichtigt, die Stadt zur Kaufmannsstadt und Hauptstadt der Grafschaft auszubauen. Aufgrund ihrer Lage an der Kreuzung mehrerer alter Handelswege und an einem wichtigen Pass über den Teutoburger Wald entwickelte sie sich schnell zum Wirtschafts- und Finanzzentrum der Grafschaft Ravensberg. Sie zog viele Kaufleute aus dem Umland und dem nahe gelegenen Münster an. Wie in der damaligen Zeit üblich, war auch Bielefeld durch Wassergräben und Mauern vom Umland abgetrennt. Man konnte nur tagsüber durch die Stadttore in die Stadt gelangen. Das Stadtbild wurde durch das damals wichtigste Handelszentrum der Stadt geprägt, den heutigen „Alten Markt“, sowie das Rathaus und die „Altstädter Nicolaikirche“.

Ab 1293 entwickelte sich aufgrund des Baubeginns der Sparrenburg parallel neben der Altstadt die Neustadt. Sie beheimatete die Bauarbeiter der Sparrenburg und wuchs, anders als die Altstadt, ungeplant, hatte eine eigene Kirche (die Neustädter Marienkirche) und einen eigenen Rat. Auch die Neustadt verfügte über eine eigene Stadtmauer. In der Neustadt gab es drei Siedlungskerne:

* Das Marienstift
* Die Handwerkersiedlung (heutige Breite Straße)
* Adelshöfe (heutige Kreuzstraße)

Nachdem die Ravensberger Grafen ausgestorben waren und es keine Nachkommen gab, fiel die Grafschaft und damit auch die Stadt Bielefeld im Jahr 1346 an die Grafschaft Berg (ab 1423 Jülich-Berg).

Frühe Neuzeit (1500–1700)

Im Jahr 1520 wurden die bis dahin eigenständigen Städte „Neustadt“ und „Altstadt“ zu einer Stadt vereinigt. Die nun geeinte Stadt konnte sich frei entwickeln, da sie weit entfernt vom Machtzentrum der neuen Machthaber (Jülich-Berg) lag. Ein wichtiger Schritt für die Stadt war der Beitritt zur Hanse Ende des 15. Jahrhunderts. Das begünstigte ab dem Ende des 16. Jahrhunderts die Entwicklung Bielefelds zur „Leinenstadt“, was in damaliger Zeit vor allem Leinenhandel bedeutete. Die Bauern des Ravenberger Landes bauten auf ihren für einen ausreichenden Getreideertrag zu kleinen Ackerflächen Flachs an und verarbeiteten ihn in Heimindustrie zu Leinwand. Dieses Leinen wurde in der Legge, einer Art Leinenbörse gesammelt und gehandelt. Daraus resultierte auch ein gewisser Wohlstand, von dem heute noch die Patrizierhäuser am Alten Markt zeugen.

1498 wurde am Jostberg ein Franziskanerkloster gegründet, doch schon 1507 zog dies aufgrund von Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung an den heutigen Klosterplatz in die Altstadt. Dieses Kloster wurde 1829 aufgelöst. Am 30. Oktober 1612 ereignete sich ein schweres Erdbeben in der Stadt, das große Schäden anrichtete. Als Folge des Jülich-Klevischen Erbfolgestreites kam die Grafschaft Ravensberg mit Bielefeld erstmalig 1609 zum Kurfürstentum Brandenburg (in Bielefeld unterzeichneter „Recess“), endgültig allerdings erst 1666 im Erbvergleich von Kleve. Für das 1618 erworbene Herzogtum Preußen erhandelten sich die brandenburgischen Hohenzollern 1701 die Königswürde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die (abgesehen vom Kloster) lutherische Stadt von der spanischen Besatzung der oberhalb gelegenen Sparrenburg bombardiert.

Industrialisierung (1700–1900)

Im Jahr 1717 wurde in Bielefeld die erste Straßenbeleuchtung eingeführt. In der Regierungszeit Napoleons bildete der Johannisbach (1929-1973 Nordgrenze der Stadt Bielefeld) mit den anschließenden Flüssen Aa und Werre die Grenze zwischen dem Königreich Westphalen und dem Kaiserreich Frankreich, das damals auch die nordwestdeutsche Küstenregion umfasste.

1830 geriet die Leinenindustrie in eine schwere Krise, da in Irland mit der Produktion maschinell gewebter Stoffe begonnen wurde. Da konnte der handgesponnene Leinen qualitativ als auch quantitativ nicht mehr mithalten. Verschlimmert wurde die Situation der Einwohner Bielefelds neben der Krise auch durch eine Ernährungskrise im Jahr 1844. Als jedoch 1847 die Anbindung an die Cöln-Mindener Eisenbahn erfolgte, entwickelten sich rasch Fabriken, da nun Rohstoffe und fertige Waren in großen Mengen in die Stadt gelangen bzw. aus der Stadt geschafft werden konnten. Eine der größten Fabriken zur damaligen Zeit entwickelte sich 1854 mit der „Ravensberger Spinnerei“, die sich zur größten Flachsspinnerei Europas entwickelte. Schon im Jahr 1870 war Bielefeld das Zentrum der Textilindustrie in Deutschland. Hier befanden sich etwa 11 % aller Spindeln und Webstühle Deutschlands. Die Anknüpfung der Industrialisierung an ländliche Heimproduktion und die damit verbundene Herkunft der meisten Industriearbeiter aus bäuerlicher Nebenerwerbswirtschaft spiegelt sich in der Stadtstruktur: Man wohnte weder in Mietskasernen noch in planmäßig angelegten Siedlungen, sondern vorzugsweise in vom Westfalenhaus abgeleiteten freistehenden Häusern. So begann die Zersiedlung in und um Bielefeld schon lange vor der Massenmotorisierung.

Am 1. Oktober 1878 wurde die Stadtgemeinde Bielefeld aus dem Kreis Bielefeld ausgegliedert und ein eigener Stadtkreis, also kreisfreie Stadt. Die Kreisverwaltung des Kreises Bielefeld blieb in der Stadt.

Neben der Textilindustrie entwickelte sich auch der Maschinenbau, womit zum Ende des 19. Jahrhunderts keine Maschinen mehr importiert werden mussten. Auch heute noch ist Bielefeld der fünftgrößte Maschinenbaustandort Deutschlands. Die Nahrungsmittelindustrie entwickelte sich ebenfalls zum Ende des 19. Jahrhunderts. Mit dem Oetker-Konzern entstand einer der größten Nahrungsmittelhersteller Europas. Begonnen hat August Oetker in seiner Apotheke in der Niedernstraße mit dem Verkauf und Weiterentwicklung von Backpulver.

Auch verkehrstechnisch entwickelte sich die Stadt weiter. 1900 fuhr die erste Straßenbahn, von Anfang an elektrisch.
1901 wurden die Bielefelder Kreisbahnen nach Schildesche, Werther und Enger eröffnet (Schmalspurbahn, stillgelegt im Februar 1954).

Entwicklung zur Großstadt (1900–1933)

Dank der florierenden Industrie stieg die Einwohnerzahl stark an. Daran konnte auch der Erste Weltkrieg nichts ändern. Der entscheidende Schritt in Richtung Großstadt aber waren die Eingemeindungen von 1930. In diesem Jahr wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Schildesche, Sieker, Stieghorst sowie Teile von Heepen und Gadderbaum eingemeindet. Die Einwohnerzahl stieg von 89.719 im Jahr 1929 auf 129.963 nach den Eingemeindungen, womit Bielefeld zur Großstadt wurde.

Nationalsozialismus und II. Weltkrieg (1933–1945)

Als im Jahr 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen, wurde wie in anderen deutschen Städten auch, der regierende Oberbürgermeister durch einen Mann aus der NSDAP ersetzt. In Bielefeld wohnten 900 Juden, und die Stadt verfügte über eine prächtige Synagoge mit einer weithin sichtbaren Kuppel. Diese wurde 1938 in der Reichspogromnacht zerstört. Die meisten der in Bielefeld lebenden Juden kamen in Vernichtungslagern ums Leben (siehe z.B. Tana Berghausen und Ruben Baer). Nur wenige überlebten die Lager oder hatten rechtzeitig ins Ausland fliehen können. Die Stadt war außerdem Sitz einer übergeordneten Gestapostelle, von der aus Massendeportationen für die Länder Lippe, Schaumburg-Lippe und für den Regierungsbezirk Minden organisiert wurde.

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges stellte sich die Industrie in der Stadt auf die Rüstung um. Da immer mehr Männer aufgrund des Krieges eingezogen wurden, mangelte es recht schnell an Arbeitern. Infolgedessen wurden insgesamt 14.721 Menschen, überwiegend Ukrainerinnen und Polen, in die Region Bielefeld verschleppt und zur Zwangsarbeit verpflichtet.

Die ersten Bombenangriffe auf Bielefeld fanden im Juni 1940 statt, richteten jedoch keinen großen Schaden an. Der größte Bombenangriff auf die Stadt ereignete sich am 30. September 1944. Bei diesem Angriff kamen 649 Menschen ums Leben und der Großteil der Altstadt wurde zerstört. Während der Krieg vor diesem Zeitpunkt in Bielefeld recht ruhig verlief, brach nun Chaos aus, da ein großer Teil der Infrastruktur zerstört wurde. Insgesamt kamen in Bielefeld 1.347 Menschen durch Bombenangriffe ums Leben. Allerdings sind hier jene Toten, die im Landkreis durch Bombenangriffe starben, nicht mitgezählt. Es wurden 15.688 Wohnungen beschädigt oder zerstört.

Die Stadt wurde am 4. April 1945 den Amerikanern weitgehend kampflos übergeben.

Wiederaufbau (1945–1960)

Die Zeit nach dem Krieg war durch eine große Aufbruchstimmung geprägt. Viel zerstörte historische Bausubstanz wurde durch moderne Bauten ersetzt, die der Stadt ein völlig neues Gesicht gaben. Die Einwohnerzahl stieg durch den Zustrom von Ostvertriebenen sprunghaft an. 1955 betrug sie schon 155.000. Bielefeld übernahm Patenschaften für die Städte Gumbinnen/Ostpreußen (heute Gussew, Russland), Wansen/Schlesien (heute Wiazów, Polen), Münsterberg/Schlesien (heute Ziębice, Polen). Die Textilindustrie verlor immer mehr an Bedeutung, und die Stadt entwickelte sich, wie fast alle Großstädte, zu einem Dienstleistungszentrum.

Jüngere und aktuelle Entwicklungen (1960 bis heute)

Im Jahr 1969 wurde die Universität Bielefeld, die einzige in der Region Minden-Ravensberg, gegründet. Seitdem bevölkert zunehmend auch studentisches Publikum die alte Leineweberstadt.

1973 wurden infolge des Bielefeld-Gesetzes der Kreis Bielefeld und die kreisfreie Stadt Bielefeld aufgelöst und (mit Ausnahme weniger Gebiete) zur „neuen“ kreisfreien Stadt Bielefeld zusammengefasst. Die Einwohnerzahl stieg auf über 300.000 an. Verkehrstechnisch war das Jahr 1991 besonders wichtig, da es seitdem ein modernes Stadtbahnsystem, die Stadtbahn Bielefeld, mit unterirdischen Innenstadttunneln gibt. Betrieben wird die Stadtbahn seitdem von der moBiel GmbH, einer Ausgliederung aus den Stadtwerken Bielefeld.

Verkehr

Luftverkehr
Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Flughafen Paderborn/Lippstadt (ca. 45 km süd-südwestlich von Bielefeld), der über die A 33 zu erreichen ist.

Daneben verfügt Bielefeld in unmittelbarere Nähe der B68 / A2 über einen eigenen kleinen Flugplatz, den Verkehrslandeplatz Bielefeld (EDLI), der vornehmlich von ostwestfälischen Geschäftsleuten, aber auch von Hobbypiloten und Segelfliegern genutzt wird. Über den mittlerweile abgeschlossenen Ausbau der Start- und Landebahn auf 1.300 Meter Länge wurde jahrelang heftig gestritten.

Schienen- und Busverkehr
Bielefeld liegt an der elektrifizierten zwei- bis viergleisigen, Hauptbahn Köln – Duisburg – Dortmund – Minden, der historischen Köln-Mindener Eisenbahn (DB-Kursbuchstrecken 415, 416, 400, 370). Im Stadtteil Schildesche überquert diese Strecke auf dem nördlichsten Viadukt Deutschlands das Tal des Johannisbaches. Am Hauptbahnhof zweigt die Begatalbahn nach Lemgo über Oerlinghausen und Lage ab. Am Bahnhof Brackwede zweigen die eingleisigen Nebenbahnen „Haller Willem“ nach Osnabrück über Halle (Westfalen) und die „Senne-Bahn“ nach Paderborn über Hövelhof ab.

Zugverbindungen im Fern- und Nahverkehr siehe Hauptartikel Bielefeld Hauptbahnhof.

Im Stadtgebiet gibt es 11 Bahnhöfe bzw. Haltepunkte:
* Hauptbahnhof, Brackwede an der Hauptstrecke,
* Brake (Bielefeld) an der Hauptstrecke (RB „Ravensberger Bahn“ und „Wiehengebirgsbahn“),
* Bielefeld-Ost, Oldentrup, Ubbedissen an der Begatalbahn (RB „Der Lipperländer“),
* Brackwede Süd, Windelsbleiche, Sennestadt an der „Senne-Bahn“,
* Quelle-Kupferheide, Quelle an der Strecke „Haller Willem“.

Den öffentlichen Personennahverkehr bedienen Stadtbahnen, Regionalbahnen und Stadtbusse. Die Stadtbahn Bielefeld fährt zum Teil unterirdisch. Alle 4 Stadtbahnlinien halten an den U-Bahnhöfen Hauptbahnhof und Jahnplatz sowie am Rathaus. Am Wochenende (Fr/Sa, Sa/So) und vor Feiertagen fahren Nachtbusse auf einem besonderen Nachtbusnetz.

In allen Stadtbahnen, Regionalbahnen und Bussen (ausgenommen Nachtbusse) gilt der Sechser-Tarif des Verkehrsverbundes OstWestfalenLippe.

Straßen
Durch das Stadtgebiet Bielefelds führen die Bundesautobahnen A 2 und A 33 sowie die Bundesstraßen B 61, B 66 und B 68, wobei letztere voraussichtlich mit der Fertigstellung der A 33 im Bereich Bielefeld nicht mehr als Bundesstraße gewidmet sein wird.

In den 1950er Jahren plante man für die Hauptverbindungen in Richtung Gütersloh, Herford, Lippe und Werther leistungsfähige Straßen, die zum Teil bestehende Straßenzüge verwenden und zum Teil über neue Trassen verlaufen sollten. Die Neubaustücke waren weitgehend anbaufrei vorgesehen.

Etwa ein Jahrzehnt später ging man noch einen Schritt weiter, indem man die geplanten Straßenzüge als Autobahn vorsah. Bislang wurde davon lediglich der Ostwestfalendamm im Zuge der B 61 zwischen den Stadtteilen Brackwede und Mitte verwirklicht. Nach Fertigstellung der A 33 wird er ebenso als Autobahnzubringer für Bielefeld-Zentrum genutzt werden können. Immer noch vorgesehen, aber durchaus umstritten, sind Schnellstraßen im Zuge der B 66 im Osten und der L 712N (Ostwestfalenstraße) im Nordosten der Stadt. Weitergehende Planungen wurden verworfen und sollen in der nächsten Zeit aus dem Flächennutzungsplan gestrichen werden.

Fahrradverkehr
Bielefeld ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Am Bahnhof befindet sich eine Fahrradstation mit Parkhaus, ein Rad-Center mit Werkstatt und Verkauf sowie eine Geschäftsstelle des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke und weitere Hauptsehenswürdigkeiten

Kirchen

* Die Altstädter Nicolaikirche ist die älteste der Bielefelder Stadtkirchen. Sie war ursprünglich eine dreischiffige gotische Hallenkirche, die Anfang des 14. Jahrhunderts vergrößert und zur Bürger-/Kaufmannskirche ausgebaut wurde. Zuvor wurde sie 1236 vom Paderborner Bischof Bernard zur eigenständigen Pfarrkirche erhoben. Dreimal täglich (um 9.00, 12.30 und 18.00 Uhr) gibt es ein Glockenspiel zu hören. Der wertvollste Besitz dieser Kirche ist ein Antwerpener Retabel, das mit neun geschnitzten Szenen und über 250 Schnitzfiguren verziert ist. In ihrer heutigen Form ist die Kirche bis auf den unteren Teil des Turmes ein Neubau, der in Anlehnung an die am 30. September 1944 zerstörte Vorgängerkirche entstanden ist. Die Kirche verfügt über ein kleines Museum, in dem unter anderem Überbleibsel aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg sowie alte Fotografien und diverse andere Ausstellungsstücke gezeigt werden.

* Die Neustädter Marienkirche ist eine hochgotische Hallenkirche mit zwei Türmen von 1293. Die Türme wurden jedoch erst Anfang des 16. Jahrhunderts mit gotischen Turmhelmen vollendet. Die gotischen Turmhelme wurden bei einem Sturm zerstört und durch barocke Hauben ersetzt. Diese Kirche ist das kunsthistorisch gesehen wertvollste Baudenkmal Bielefelds und hat eine Länge von 52 m, sowie eine Höhe von 78 m. Im Jahr 1553 war sie Ausgangspunkt der Bielefelder Reformation. Sie verfügt über einen wertvollen Flügelaltar mit 13 verschiedenen Bildern, den sogenannten Marienaltar. Die Bilder wurden von einem anonymen Maler im Jahr 1400 geschaffen. Auf ihnen sind Situationen, die Himmel und Erde, Gott und Mensch, Christus und Maria deuten, zu sehen. Die Kirche diente eine Zeit lang als Grablege der Grafen von Ravensberg. An der Nordseite des Chores befindet sich die Tumba des Grafen Otto III. von Ravensberg und seiner Gemahlin Hedwig zur Lippe, die wohl kurz nach 1320 entstanden ist. Auf der Südseite Tumba des Grafen Wilhelm II. († 1428) und seiner Gemahlin Adelheid von Tecklenburg († 1429). Zur weiteren Ausstattung gehören ein spätgotischer Kruzifixzus vom Anfang des 16. Jh. und eine geschnitzte Kanzel von 1681–83 vom Bielefelder Meister Bernd Christoph Hattenkerl. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer beschädigt. Unter anderem wurden bei einem Luftangriff die bis dato barocken Turmhelme zerstört. Nach dem Krieg wurden diese 1965 in gotischer Form neu errichtet und erhielten ihre extrem spitze Form.

* Mitten in der Altstadt steht die im 16. Jahrhundert entstandene Süsterkirche. An dieser Stelle wurde es im Jahr 1491 zwölf Augustinerinnen gestattet, ein eigenes Kloster zu gründen. Sie widmeten sich der Kranken- und Armenversorgung. Im Jahr 1616 jedoch, wurde das Kloster auf Grund von mangelnder Wirtschaftlichkeit aufgegeben und an die Stadt übergeben. Heute ist sie die Kirche der einzigen evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Bielefelds. Von den anschließenden Gebäuden des ehemaligen Klosters zum Marienthal blieb nur Süsterplatz 2 erhalten. Der quadratische zweigeschossige Bau mit Satteldach entstand im Kern bereits zwischen 1500 und 1600 und dient heute als Pfarrhaus. Im 18./19. wurde er durchgreifend umgebaut unter Veränderung der Geschosshöhen. Der Vordergiebel zum Süsterplatz wurde dabei in neugotischen Formen dekoriert.

* Die katholische Pfarrkirche St. Jodokus war ursprünglich die Kirche eines Franziskanerklosters und wurde 1511 erbaut. Zunächst (ab 1498) befand sich dieses Kloster am Jostberg, wurde dort jedoch schon 1507 aufgrund von Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung wieder aufgegeben und an den heutigen Klosterplatz verlegt. Von diesem alten Kloster am Jostberg sind teilweise noch Ruinen erhalten. Das Kloster in der Altstadt wurde 1829 aufgelöst. Im Innern der Kirche befinden sich die „Schwarze Madonna“ von 1220, eine Holzplastik des hl. Jodokus von 1480 sowie die Ikonenwand von Saweljew aus dem Jahr 1962.

Profanbauten

* Der Alte Markt bildet das Herzstück der Bielefelder Altstadt. An seiner Nordseite befindet sich das Theater am Alten Markt. Der äußerlich unscheinbare Bau lässt kaum erahnen, dass in ihm noch umfangreiche Reste des mittelalterlichen Rathauses stecken. Das Altstädter Rathaus wurde 1424 erstmals urkundlich erwähnt. Der erste Rathausbau war an dieser Stelle vermutlich wohl bereits im 13. Jh. entstanden. Von diesem dürften noch Teile im jetzigen Kellergeschoss vorhanden sein. Ab 1538 begann man mit einem Neu-, bzw. Erweiterungsbau, der erst gegen 1569 vollendet worden sein dürfte. Hiebei handelte es sich um einen zweigeschossigen Bruchsteinbau über hohem Sockelgeschoss mit zwei in Werkstein aufgeführten Schaugiebeln. Der auf einer Zeichnung des 19. Jh. überlieferte westliche Staffelgiebel war in Anlehnung an das Münsteraner Rathaus und das nahe gelegene Crüwellhaus noch in spätgotischen Formen gestaltet. Über dem schon Renaissanceformen aufweisenden Hauptportal an der Niedernstraße war ein 1562 bezeichnetes Adam und Eva-Relief (jetzt im Foyer des Neuen Rathauses) angebracht. 1820–1821 erfolgte ein durchgreifender Umbau und die Erhöhung des Wandkastens, um das Innere besser nutzen zu können. Dabei wurde der Abbruch der beiden Giebel vorgenommen. Anschließend kam es zu einer Dekorierung des Außenbaus in einfachen klassizistischen Formen und zur Verlegung des Haupteingangs mit Freitreppe an die Marktseite. Das hohe Satteldach wurde außerdem durch ein niedriges Krüppelwalmdach ersetzt. Nach der Erbauung des Neuen (heute: Alten) Rathauses am Niedernwall im Jahre 1904 diente es nur noch als Sitz untergeordneter Behörden und der Stadtbibliothek. 1906 Einbau eines Arkadenganges an der Niedernstraße (so genannter Hochzeitsbogen) für den Fußgängerverkehr. Am 30. September 1944 wurde der Bau mehrfach von Brandbomben getroffen. Nach dem völligen Ausbrennen des Alten Rathauses erfolgte ab 1949 der Wiederaufbau durch Hanns Dustmann unter weitgehender Verwendung des spätmittelalterlichen Wandkastens. Seitdem wird es als „Theater am Alten Markt“ und als Volkshochschule „Die Brücke“ genutzt. Um beiden Einrichtungen unterbringen zu können, wurde im Norden ein niedrigerer Erweiterungsbau angefügt. Bei der Wiederherstellung der Fassaden kam es zu einer Entfernung des klassizistischen Dekors und der Gestaltung des Äußeren in schlichten Formen, so dass das noch weitgehend aus dem Spätmittelalter stammende Gebäude heute wie ein kompletter Nachkriegs-Neubau erscheint, der noch deutliche Anklänge an die so genannte Heimatschutzarchitektur zeigt. Der jetzige Bau ist ein zweigeschossiger Putzbau von sieben Achsen mit hohem, von zahlreichen Gauben belebtem Walmdach. An der zur Niedernstraße hin orientierten Schmalseite befindet sich der als Laubengang gestaltete Hochzeitsbogen, an der Marktseite ein schlichtes Portal mit doppelläufiger Freitreppe. Die östlichen drei Joche des Kellergewölbes 1995 wurden saniert und dienen seitdem als Weinstube. Die Kreuzgratgewölbe sind noch zum Teil mit den alten Schlusssteinen versehen, die sich allerdings nicht mehr an ursprünglicher Stelle befinden.

Bürgerliche Wohnbauten

Von den noch zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in größerer Zahl vorhandenen bürgerlichen Wohnbauten des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit sind nur wenige erhalten:

* Das derzeit älteste bekannte Bürgerhaus ist Obernstraße 51. Es wurde nach dendrochronologischer Datierung bereits 1485 errichtet. 1592 kam es zu einem umfassenden Umbau, bei dem es u. a. mit einem neuen reich beschnitzten Fachwerk-Giebel versehen wurde. Von 1991 bis 1993 wurde das Gebäude durchgreifend erneuert und durch einen modernen Anbau ergänzt. Damals wurden wichtige historische Befunde zerstört. Die ursprüngliche Aufteilung des Inneren mit Diele, den seitlichen Stubeneinbauten und dem unterkellertem Saal ist bis heute nachvollziehbar geblieben.

* Ebenfalls noch aus dem Spätmittelalter stammt Obernstraße 32. Das schlichte zweigeschossige Giebelhaus mit Krüppelwalmdach wird im Äußeren wesentlich durch einen Umbau geprägt, der wohl zur Mitte des 19. Jahrhunderts durchgeführt wurde. Die ältesten Teile entstanden aber bereits im frühen 16. Jahrhundert.

* Eines der bekanntesten Wohnbauten ist das ab 1530 errichtete Crüwell-Haus (Obernstraße 1). Der spätgotische Stufengiebel entstand nach dem Vorbild münsteraner Bauten. Ähnliche, jedoch später entstandene Beispiele befinden sich in Herford (Bürgermeisterhaus, bezeichnet 1538) und Lemgo (Haus Wippermann 1576). Die Front wurde im 19. Jh. überarbeitet und im Erdgeschoss durch Ladeneinbauten verändert. Im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt, wurde das Haus 1949 unter Erhaltung der historischen Fassade neu errichtet. Beim Wiederaufbau wurden anstelle der großen Schaufenster kleinere Kreuzstockfenster eingesetzt. Im Treppenhaus befinden sich ca. 7000 historische Delfter Kacheln aus dem 16. bis 18. Jh. Es handelt sich wohl um die größte Sammlung dieser Art in Nordwestdeutschland.


* Vom Battig-Haus (Alter Markt 3) blieb nach schwerer Kriegszerstörung nur der 1680 bezeichnete Volutengiebel erhalten, der in den Komplex der Lampe-Bank einbezogen wurde. Die Schaufront ist noch stark von der so genannten „Weserrenaissance“ beeinflusst, die Art der Staffelfüllungen ist jedoch schon dem Barock verpflichtet. Der nach 1945 durchgeführte Wiederaufbau erfolgte unter Erhaltung der Fassade, wobei die Schaufenster durch kleinere Öffnungen ersetzt wurden.

* An der Obernstraße 38 befindet sich ein Fachwerkbau mit klassizistischem Massivgiebel, der dem älteren Hauskörper wohl in der 1. Hälfte des 19. Jh. vorgeblendet wurde. Die Erdgeschosszone ist in jüngerer Zeit durch Ladeneinbauten einschneidend verändert worden.

Adelshöfe

Von den noch im Jahre 1718 genannten 17 Adelshöfen sind nur wenige überliefert:

* Als Keimzelle der Stadt gilt der an der Welle gelegene Waldhof. Er soll aus einem der Höfe hervorgegangen sein, die bereits vor der Stadtgründung bestanden. Das lang gestreckte Gebäude stammt im Kern noch aus dem Mittelalter und wurde im 16. Jahrhundert umgebaut. Damals entstand die 1585 bezeichnete Utlucht mit Volutengiebel.

* Am Klosterplatz befindet sich der auch als Wörmanns Hof bezeichnete Korff-Schmisinger Hof. Das mit Fächerrosetten reich beschnitzte Obergeschoss soll um 1640 entstanden sein. Beim Bau der Klosterplatzschule wurde der ehemals bedeutend längere Bau erheblich verkürzt.

* In unmittelbarer Nähe liegt der Wendtsche Hof (Hagenbruchstraße 8). Der zweigeschossige Bau entstand ebenfalls im 16. Jh. und wurde im 19. und frühen 20. Jh. mehrfach verändert. Die rückwärtigen Teile wurden weitgehend in Fachwerk erneuert. Im Innenhof befindet sich ein wohl noch aus der Bauzeit stammender polygonaler Treppenturm.


* Der 1540 bezeichnete Spiegelshof ist ein zweigeschossiger verputzter Bruchsteinbau im Stil der so genannten Weserrenaissance. Die Schmalseiten werden von Radzinnengiebeln geschmückt. Das Treppenhaus wurde 1682 angefügt. Das Innere wurde durch zahlreiche Umbauten stark verändert. Daher ist von der ursprünglichen Raumaufteilung kaum noch etwas vorhanden. Im hinteren Teil des Gebäudes blieb ein unterkellerter Saal mit Balkendecke erhalten. Heute beherbergt Spiegels Hof das Naturkundemuseum.

* Als zweigeschossiger Putzbau präsentiert sich Meinders Hof (Obernstraße 40). Das hübsche Eingangportal ist 1669 bezeichnet. Weitere Veränderungen erfolgten in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Inneren des Erdgeschosses blieben ein 1670 datierter Kamin und Reste von barocken Stuckdecken erhalten.

* Der Grest'sche Hof wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts auf den Fundamenten eines Stadtmauerturmes erbaut. Er bildet heute den Nordflügel des Ratsgymnasiums.

Wiederverwendete Reste abgebrochener bzw. zerstörter Bauten:

* Alter Markt 5. Den schlichten Nachkriegsbau ziert ein 1593 bezeichneter Volutengiebel in Formen der Weserrenaissance, der ursprünglich zu Obernstraße 29 (Brünger)gehörte. Der kriegsbeschädigte Ursprungsbau wurde 1962 unter Sicherstellung des Giebels abgebrochen. Zunächst auf den städtischen Bauhof verbracht, fand dieser 1976 an seinem jetzigen Standort Aufstellung. Er ist in Einzelformen mit Markt 32 in Bad Salzuflen verwandt.

* Niedernstraße 3. In den schlichten Nachkriegsbau wurde ein mittelalterlicher Keller mit Tonnengewölbe integriert.

* Obernstraße 36 (Sparkasse). Dem 1975 entstandenen Gebäude wurde ein einfacher Dreiecksgiebel (bezeichnet 1606) vom ehemaligen Haus Obernstraße 9 vorgeblendet.

* Die 55er Kaserne an der Hans-Sachs-Straße wurde 1775/77 auf dem Gelände des Hatzfeldschen Adelshofes errichtet. Dabei verwendete man Verblendsteine von den Festungsmauern der Sparrenburg. Es ist ein lang gestreckter Massivbau, dessen Mittelrisalit ein Wappen krönt. Bei der Erweiterung von 1850 wurde der Hauptflügel um das Mezzaningeschoss erhöht.

* Von der im 13. Jh. errichteten Stadtmauer der Altstadt sind noch wenige Fundamentreste im so genannten Welle-Haus sichtbar. Im ehemaligen Wohnhaus des Grest'schen Hofes (siehe dort) sind Teile eines sehr starken viereckigen Mauerturmes verbaut. In der seit dem frühen 14. Jh. befestigten Neustadt ist außerdem der Stumpf eines mittelalterlichen Schalenturmes im Garten eines Hauses an der Kesselstraße und ein längeres, jetzt als Böschungsmauer der Lutter dienendes Mauerstück nahe der 55-Kaserne vorhanden. Mit dem Aufkommen der Feuerwaffen kam es zur Anlage eines einheitlichen Befestigungssystems um Alt- und Neustadt mit mehreren Rondellen zwischen 1539 und 1545. Hiervon bleib ein mehrere Meter langes Mauerstück hinter dem Haus Kreuzstraße 3 (z. Zt. Verwaltungsgebäude des Naturkundemuseums) erhalten, das die Einmündung von Vossbach und Lutter in den Stadtgraben sichern sollte. Auf der Mauerkrone stehen zwei letzte Vertreter der ab 1856 angeschafften Gaslaternen.

Weitere Bauten

* Die Sparrenburg ist das bekannteste Baudenkmal und Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde wahrscheinlich schon deutlich vor 1250 von Graf Ludwig von Ravensberg erbaut und verfügt über einen 37 m hohen Burgturm sowie über „unterirdische“ Gänge, die im Rahmen einer Führung besichtigt werden können. Der Turm kann von April bis Oktober von 10 bis 18 Uhr bestiegen werden. Am 22. September 2006 belegte die Sparrenburg Platz 17 bei einem, vom ZDF ausgelobten Wettbewerb, in dem die beliebtesten deutschen Plätze gewählt wurden. Einen Platz hinter der Sparrenburg, auf der 18, Schloss Neuschwanstein


* Das Alte Rathaus wurde 1904 erbaut und ist heute repräsentativer Sitz des Bielefelder Oberbürgermeisters. Der größte Teil der Verwaltung befindet sich heutzutage im Neuen Rathaus, das direkt neben dem Alten liegt. An der Fassade des Alten Rathauses finden sich verschiedene Baustile, unter anderem Elemente der Gotik und der Renaissance.

* Das Stadttheater bildet baulich eine Einheit mit dem Alten Rathaus. Es wurde ebenfalls im Jahr 1904 eingeweiht und verfügt über eine bemerkenswerte Jugendstilfassade. Es ist das größte Theater der Stadt. 2005–2006 wurde es von Grund auf renoviert.


* Auf dem Altstädter Kirchplatz befindet sich das 1909 von Hans Perathoner geschaffene Leineweberdenkmal, eine Brunnenanlage, die an Bielefelds wirtschaftliche Anfänge in der Leinenverarbeitung erinnern soll.


* An ein Schloss erinnert die Architektur der Ravensberger Spinnerei (von 1855 bis 1857 erbaut), die im 19. Jahrhundert Europas größte Flachsspinnerei war. Heutzutage sind die Volkshochschule, das Historische Museum Bielefeld, ein städtisches Medienzentrum und eine Diskothek in ihr untergebracht. Ihr vorgelagert befinden sich der Rochdale- und der Ravensberger Park, die als Open-Air-Bühne dienen.

* Ehem. Werkkunstschule, Am Sparrenberg 2. 1913 von Stadtoberbaurat Fr. Schultz im Sinne der Reformschulbauten des Henry van de Velde errichtet.

* Haus der Technik (Stadtwerke), Jahnplatz 5. Der Stahlskelettbau in Backsteinverblendung wurde 1929 von dem Berliner Architekten Heinrich Tischer als erstes „Hochhaus“ der Stadt im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet. Der flach gedeckte turmartige Hauptbau wurde ursprünglich von einem gläsernen Aufsatz bekrönt. Bei einem Luftangriff am 24. Februar 1945 wurde das Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen. Die oberen Geschosse des Turmbaus wurden wegen Einsturzgefahr wenige Wochen später gesprengt. Der bis 1950 erfolgte Wiederaufbau geschah in Anlehnung an die ursprüngliche Form unter Verzicht des gläsernen Turmaufsatzes. Der obere Abschluss wurde leicht verändert und um ein Geschoss erhöht.

* Gloria-Palast, Niedernstraße 12. Ehem. Filmtheater, 1927–1928 von Wilhelm Kreis im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet. 1944 durch Bombeneinwirkung stark beschädigt. Bei der Wiederherstellung 1948 das große Milchglasfenster über dem Eingang durch drei Fenstertüren mit vorgelegtem Balkon ersetzt. Das Innere später in mehrere Kinosäle unterteilt, dabei die qualitätvolle Innenausstattung komplett zerstört. Im Jahr 2000 Schließung des Kinos und nochmaliger Umbau für die anschließende Nutzung als Ladengeschäft, wobei die Fassade in den ursprünglichen Zustand zurück versetzt wurde. Einer der wenigen Vertreter der Neuen Sachlichkeit in Bielefeld, zudem der erste Kinobau der Stadt, dessen Zweckbestimmung auch äußerlich klar erkennbar ist.

* Die Kunsthalle wurde von 1966 bis 1968 nach den Plänen des internationalen Stararchitekten Philipp C. Johnson erbaut. Das Gebäude selbst ist ein roter Sandsteinkubus. Ihr Eigenbesitz zeigt die Kunst des 20. Jahrhunderts, daneben finden jedoch regelmäßig Wechselausstellungen zu den verschiedensten Themen statt. Die Kunsthalle verfügt über eine vorgelagerte kleine Parkanlage mit Wasserspiel und verschiedenen Plastiken. Ebenfalls gibt es ein Café mit einer Außenterrasse.

Theater

Das städtische Theater Bielefeld bietet Musiktheater, Tanztheater und Schauspiel. Spielstätten sind das 1904 eingeweihte Stadttheater des Architekten Bernhard Sehring mit einer bemerkenswerten Jugendstilfassade und das Theater am Alten Markt (TAM). Bis September 2006 wurde das Stadttheater modernisiert, in dieser Zeit fand der Spielbetrieb im Theater am Alten Markt und in der Rudolf-Oetker-Halle statt - und ab der Spielzeit 2006/2007 wieder im restaurierten Stadttheater. Im TAM zwei (früher TAM oben) im Dachgeschoss des TAM werden hauptsächlich Stücke zeitgenössischer Autoren aufgeführt.

Das Alarmtheater im Westen Bielefelds spielt seit 1993 Stücke für Kinder und Jugendliche, es werden aber auch andere Stücke präsentiert. Überregional bekannt geworden ist das Alarmtheater durch seine aufsehenerregenden Inszenierungen mit großen Gruppen von Jugendlichen zu den Themen Sucht- und Gewaltprävention und Migration.

Das Theaterhaus in der Feilenstraße bietet anspruchsvolle Stücke für Kinder und Jugendliche, aber auch Stücke für Erwachsene. Es wird, neben Gastauftritten, von zwei Theatergruppen bespielt.

Das Theaterzentrum Tor 6 ist ein Theaterlabor, das seit 1983 eigenständig Theaterstücke entwirft.

Im Zentrum Bielefelder Puppenspiele finden Aufführungen für Kinder statt. Die Bühne wird von zwei Theatergruppen bespielt.

Hallen

Bielefeld verfügt über mehrere moderne Hallen. Diese werden vielfältig genutzt, zum Beispiel für Konzerte, Messen, Ausstellungen oder Opern. Die größte Halle ist die Seidensticker Halle, die über eine Zuschauerkapazität von 7.500 Zuschauern verfügt. Sie wurde 1993 als moderne Großsporthalle eröffnet und bietet neben diversen Sportveranstaltungen (Hallenfußball, Handball, etc.) auch Platz für Konzerte internationaler Stars.

Eine der modernsten Hallen ihrer Art ist die Stadthalle Bielefeld mit Platz für bis zu 4.500 Zuschauer. Sie bietet sich durch ihre Multifunktionalität für Veranstaltungen jeglicher Art an. Von Konferenzen über Messen und Kabarettveranstaltungen bis hin zu Konzerten findet hier fast jede Veranstaltungsart statt.

Im Westen Bielefelds liegt die Rudolf-Oetker-Halle. Sie gilt als eines der schönsten Konzerthäuser der Welt für klassische Musik und wird für ihre Akustik gerühmt. Die Halle wurde 1930 eröffnet und verfügt über 1.561 Plätze im Großen Saal und 300 Plätze im Kleinen Saal.

Der Ringlokschuppen ist in seiner heutigen Nutzungsform noch recht neu. Er eröffnete 2003 als Halle für Konzerte und viele andere Veranstaltungen. An Wochenenden fungiert er als Diskothek. Das Gebäude an sich wurde schon 1905 als Wartungsschuppen für Dampf- und später auch Diesellokomotiven erbaut. Gerade dies macht das Flair der Halle aus, denn sie verbindet alte mit moderner Baukunst. Die Zuschauerkapazität beträgt 3.000.

Kinos

Bielefeld hat, neben 2 Multiplexen (CinemaxX, mit 2648 Plätzen gleichzeitig das größte Kino in der Region Ostwestfalen-Lippe, und Cinestar-Filmpalast mit einer Kapazität von 2315 Zuschauerplätzen), nur noch wenige kleinere Kinos. Die „traditionellen“ haben inzwischen allesamt geschlossen (so z. B. das „Movie“ am Bahnhof im Leineweberhaus, das heute eine kleine Disco/Tanzlokal mit selbem Namen ist). Die bis 2006 einzige Neueröffnung war das „Melodie-Filmtheater“ in Brackwede, wo seit 1998 an 2 Tagen die Woche eine Schul-Aula bespielt wird. Etwas älter ist das „Miniplex“ Astoria, das sich gerade zum „Arthouse“ des CinemaxX-Konzerns wandelt. An unabhängigen Kinos gibt es noch die Kamera (3 Säle), eines der höchst dekorierten Programm-Kinos der Republik, und das im Januar 2006 in der Nachfolge des alten Lichtwerks (Kino im Filmhaus) neu eröffnete Lichtwerk im Ravensberger Park (3 Säle). Dort gibt es auch sommers Open-Air-Kino. Das kleinste Kino ist das AJZ-Kino im selbstverwalteten ArbeiterInnen-Jugend-Zentrum.

Musik

Orchester

Die Bielefelder Philharmoniker haben ihren Sitz im Theater Bielefeld. Das offizielle Orchester der Stadt Bielefeld wurde 1901 gegründet.

Das Ziel, Skeptiker klassischer Musikmusik für diese zu begeistern, hat sich das 2002 gegründete Laienorchester Freies SinfonieOrchester Bielefeld gesetzt.

Der ebenfalls gemeinnützige Verein Cooperative neue Musik wurde 1989 gegründet, musikalischer Schwerpunkt des Orchesters ist moderne Musik ab dem 20. Jahrhundert.

Die Jungen Sinfoniker sehen sich der Förderung junger Musiker in der Region Ostwestfalen verpflichtet.

Sitz in Bielefeld hat das Posaunenwerk in der evangelischen Kirche von Westfalen, die Dachorganisation der 306 kirchlichen Posaunenchöre mit rund 5.500 Mitgliedern im gesamten Kirchenkreis.

Chöre

Der 1977 von Prof. Werner Hümmeke gegründete Universitätschor Bielefeld der Universität Bielefeld inszeniert überwiegend Chor- und Solowerke mit orchestraler Begleitung. Seit einigen Jahren finden etwa zwei Mal im Jahr Konzerte in der wegen ihrer besonderen Akustik beachteten Rudolf-Oetker-Halle statt. Von ehemaligen Mitgliedern des Universitätschor wurde 2006 der Konzertchor Bielefeld gegründet.

Ein weiterer regelmäßiger Gast in der Rudolf-Oetker-Halle ist der Musikverein der Stadt Bielefeld. Der seit 1820 bestehende Chor tritt drei Mal in der Saison mit europäischen Oratorien auf.

Der 1890 gegründete Oratorienchor Bielefeld hat 1947 einen Vertrag mit der Stadt Bielefeld über die freie Nutzung der Rudolf-Oetker-Halle und dessen Orchester geschlossen. Die angehörige Bielefelder Singschul' kümmert sich seit 1991 um den musikalischen Nachwuchs.

Überregionale, bis in die USA reichende Bekanntheit erzielt der Bielefelder Kinderchor. Der 1932 gegründete Chor ist besonders für seine Weihnachtskonzerte und -aufnahmen bekannt. Das unter Mitwirkung des Chors entstandene Weihnachtsalbum der Mannheim Steamroller, „Christmas In The Aire“ erzielte Platz 3 der US-Billboardcharts[2].

Museen

Bielefeld verfügt über eine reichhaltige und breit gefächerte Museumslandschaft.

* Das Historische Museum zeigt die Geschichte der Stadt Bielefeld und der Region Ostwestfalen-Lippe, insbesondere die Industriegeschichte. Es ist in einigen Hallen der ehemaligen Ravensberger Spinnerei untergebracht, wodurch es den Besucher in die Zeit der Industrialisierung eintauchen lässt.
* Das Bauernhausmuseum liegt im Teutoburger Wald. Es ist das älteste Freilichtmuseum Deutschlands und zeigt einige gut erhaltene Bauernhöfe aus der Region Ostwestfalen-Lippe, jedoch auch aus anderen Regionen Deutschlands.
* Die Kunsthalle Bielefeld, erbaut 1966–1968 durch den Amerikaner Philip Johnson, ist der einzige europäische Museumsbau des bekannten Architekten; sie zeigt vorwiegend moderne Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
* Das Museum Huelsmann ist ein Museum für Kunstgewerbe. Es wurde 1995 eröffnet und zeigt unter anderem Porzellan und Schmuck, bis hin zu wissenschaftlichen Geräten, wie Sonnenuhren.
* Das Naturkundemuseum ist im Spiegelshof untergebracht und zeigt den Aufbau der Erdkruste, einheimische Minerale, Fossilien und vieles mehr.
* Das Museum Waldhof zeigt zeitgenössische Kunst in Form von Malerei, Bildhauerkunst, Fotografie oder Zeichnungen.
* Im Fächerkabinett gibt es wertvolle Fächer aus allen Epochen zu sehen.
* Das Museum Wäschefabrik befindet sich in einem Originalgebäude. Es wurde 1913 errichtet und bis 1980 wurde hier Wäsche (Hemden, Blusen, …) produziert. Wenn man heute durch die Industriehalle läuft, hat man den Eindruck, die Arbeiter würden jeden Augenblick zur Tür hereinkommen und ihre Arbeit aufnehmen.
* Der Museumshof Senne besteht aus fünf Fachwerkhäusern, die zusammen eine alte westfälische Hofanlage bilden. Das älteste Gebäude stammt aus dem Jahre 1607, das Jüngste aus dem Jahr 1903.
* Das Pädagogische Museum ist in der Universität untergebracht. Es beinhaltet viele historische Schulmöbel, Lehrer-/Schülerarbeitsgeräte, Anschauungsobjekte und vieles mehr. Außerdem beinhaltet es eine historische Schulbuchsammlung.
* Das Museum Osthusschule ist in einer ehemaligen Schule aus dem Jahr 1895 untergebracht. Es verfügt über einen kompletten historischen Klassenraum aus der Zeit um 1900.
* Die Historische Sammlung gehört zu den von Bodelschwinghschen Anstalten und verdeutlicht die Baugeschichte Bethels.

Galerien

Art d'Ameublement, Artists Unlimited, Beaugrand Kulturkonzepte, Galerie 61, Galerie Baal, Galerie David, Galerie im Ratscafé, Galerie im Studio (WDR), Galerie in der alten Vogtei, Galerie in der Zentralverwaltung der Fachhochschule Bielefeld, Galerie Jesse, Galerie Stefan Reinke, Galerie Werkstatt Johannistal, Galerieladen, Kommunale Galerie, Künstlerhaus Lydda, Lutz Teutloff Galerie, Samuelis Baumgarte Galerie, Stadtbibliothek

Parks, Friedhöfe, Denkmäler, Naturschutz

Parks

Der Bürgerpark war früher eine innenstadtnahe Tongrube, aus der jedoch nichts mehr gefördert wurde. Jedoch ließ man sie zunächst offen. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg entschied man sich daraus eine Erholungsanlage zu gestalten. Nach dem Krieg wurde der Bürgerpark nach und nach durch mehrere Umgestaltungen zu einer Art Landschaftspark umgestaltet. Er ist mit Rhododendron bepflanzt und beinhaltet auch einen Rosengarten. Die Anlage befindet sich in direkter Nachbarschaft zur Rudolf-Oetker-Halle.

Eine der größten Parkanlagen der Stadt ist der Botanische Garten Bielefeld. Er liegt am Berghang des Teutoburger Waldes und beherbergt ein Alpinum, Bambusgärten, einen Steingarten, eine Rhododendron- und Azaleensammlung, einen Arznei- und Gewürzgarten, einen Heidegarten, Buchenwaldflora und vieles mehr. Des Weiteren kann man hier rund 200 Arten der roten Liste sehen.

Der Heimat-Tierpark Olderdissen wurde 1928 angelegt. Er hat sich auf heimische Tierarten spezialisiert, von denen es über 430 Tiere in 100 Arten zu sehen gibt. Der Park ist jeden Tag im Jahr durchgehend, auch nachts, geöffnet. Der Besuch ist kostenlos – die Parkplatzgebühren und Spenden werden zur Finanzierung verwendet.

Der Nordpark ist eine große Parkanlage mit altem Baumbestand. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er als Kartoffelacker genutzt. Nach mehreren Umgestaltungen ist er heute ein großer Landschaftspark. In diesem Park befindet sich auch ein steinerner Pavillon, der von einem Schüler Schinkels 1830 errichtet wurde.


Der Ravensberger Park und der Rochdale Park bilden eine Einheit. Sie liegen rund um die Ravensberger Spinnerei. Der südliche Teil des Parks ist Bielefelds Partnerstadt Rochdale gewidmet.

Der Obersee ist ein Stausee im Norden (Schildesche) der Stadt. Rund um diesen See befindet sich eine 80 Hektar große Grünanlage. Die aus historischen Gebäuden bestehende Gaststätte Seekrug ist ein beliebtes Ausflugsziel. Geplant war auch ein Untersee auf der östlichen Seite des Eisenbahnviadukts als Freizeitanlage. Diese Planungen werden zurzeit unter anderem aus Kosten- und Naturschutzgründen nicht weiter verfolgt.

Seit dem Jahr 2003 gibt es in Bethel den Japanischen Garten Bielefeld. Er wurde von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bielefeld zu Ehren des Besuchs des Japanischen Kaiserpaares im Jahr 1993 bei den von Bodelschwinghschen Anstalten eingerichtet. Der Garten ist ein Trockenlandschaftsgarten (Kare-san-sui) mit dem Teutoburger Wald als geborgte Landschaft, in unmittelbarer Nähe zum Ausbildungshotel Lindenhof gelegen.

Der Brackweder Stadtpark ist der wichtigste Park im Südwesten Bielefelds. Er beinhaltet zahlreiche Blumenbeete und Spielanlagen.

Friedhöfe

Einige der Friedhöfe in den Außenbezirken befinden sich in kirchlicher Trägerschaft. Darüber hinaus ist der 1912 eröffnete Sennefriedhof erwähnenswert. Mit knapp 100 ha Fläche gehört er zu den drei größten Friedhöfen Deutschlands. Nur in Hamburg (Friedhof Ohlsdorf) und München finden sich vergleichbare Anlagen. Durch seine besondere Lage in der Naturlandschaft Senne und die außergewöhnliche Größe sind in vielen Bereichen des Sennefriedhofes ökologische Nischen entstanden. So stehen hier 20 der 98 kartierten Moosarten zur Roten Liste des Landes NRW. Grabmäler von Künstlern wie Käthe Kollwitz, Georg Kolbe, Peter August Böckstiegel und Hans Perathoner deuten auch auf den kulturellen Wert hin.

* Alter Friedhof Brake
* Neuer Friedhof Brake
* Alter Friedhof Sennestadt
* Friedhof Altenhagen
* Friedhof Kirchdornberg
* Friedhof Ummeln
* Friedhof Heepen



* Friedhof Lämershagen
* Friedhof Quelle
* Friedhof Schildesche
* Friedhof Sieker
* Friedhof Sudbrack
* Friedhof Jöllenbeck



* Friedhof Theesen
* Friedhof Ubbedissen
* Friedhof Vilsendorf
* Johannisfriedhof
* Nicolaifriedhof
* Friedhof Brackwede



* Pellafriedhof
* Sennefriedhof
* Waldfriedhof Sennestadt
* Kriegsgräberstätte Buschkamp
* Jüdischer Friedhof

Denkmäler

Zur Erinnerung an die Massendeportationen vom Bielefelder Bahnhof werden 1.849 Menschen auf dem Mahnmal namentlich gewürdigt. Die Übergabe an die Öffentlichkeit erfolgte in Form einer Gedenkfeier am 16. August 1998.

Naturschutzgebiete

In Bielefeld gibt es 39 Naturschutzgebiete (7,5 Prozent des Stadtgebietes). Den höchsten Flächenanteil hat der Teutoburger Wald. Größere geschützte Flächen liegen besonders in den angrenzenden Gebieten von kleinen Bachläufen und in Teilen der Senne.

* Beckendorfer Mühlenbachtal (126 ha, Dornberg / Jöllenbeck) Grünland, Kleingewässer, Bruchwald
* Reiher- und Röhrbach (122 ha, Senne) Grünland
* Krebsbach- und Horstbachtal (61 ha Dornberg) Quellbereich, Bachaue
* Moorbachtal (54 ha, Jöllenbeck) Grünland, Kleingewässer
* Hasselbachaue (52 ha, Senne / Sennestadt) Bachaue, Wiesen, Bruchwald
* Johannisbachtal (51 ha, Dornberg) Grünland, Kleingewässer, Erlen- und Eschenwald
* Bruch am Wellbach (37,5 ha, Bielefeld-Mitte) Erlenbruch, Bruchwald
* Menkhauser Bachtal mit Schopketal (37 ha, Sennestadt) Bachtal mit Erlen- und Eschenwald
* Mühlenmasch (40 ha, Dornberg / Jöllenbeck) Bachaue, Grünland, feuchter Eichen- und Buchenwald
* Behrendsgrund (45 ha, Senne) Heide
* Markengrund (31 ha, Sennestadt) Heide
* Kampeters Kolk (2 ha, Senne) ehemals nährstoffarmer Heideweiher unweit der Grundheider Schule. Bereits 1932 als Naturdenkmal ausgewiesen.

Naturdenkmale

Hauptartikel: Naturdenkmäler in Bielefeld

In Bielefeld gibt es zahlreiche mehrere hundert Jahre alte Bäume, darunter Eichen, Buchen, Platanen und Ahornbäume. Eindruckvollster Baum ist die 1742 am heutigen Niederwall gepflanzte Platane mit einem Stammumfang von fünfeinhalb Metern. Des Weiteren finden sich einige Findlinge im Stadtgebiet, der Größte mit vier Metern Höhe und einem Gewicht von einhundertsiebzehn Tonnen befindet sich Am Wellbach. Alle offiziell ausgewiesenen Denkmäler stehen unter besonderem Schutz, und werden regelmäßig durch das Umweltamt der Stadt gepflegt.

Regelmäßige Veranstaltungen

* Der Leinewebermarkt ist das größte Innenstadtfest in Ostwestfalen-Lippe und findet jedes Jahr im Mai in der Bielefelder Altstadt statt.
* Das Sparrenburgfest ist ein mittelalterliches Fest, das jedes Jahr im Juli auf der Sparrenburg stattfindet.
* Im September findet in der Altstadt der Weinmarkt statt, auf dem man Gelegenheit hat, verschiedene deutsche Weinsorten zu probieren.
* Eine jüngere Veranstaltung ist der Stadtwerke Run & Roll Day, eine Laufveranstaltung für Läufer und Rollerskater auf der Stadtautobahn Ostwestfalendamm.
* Die Nachtansichten ist die Nacht der Museen, Kirchen und Galerien. In dieser einen Nacht im Sommer haben diverse Kirchen, Museen und Galerien geöffnet. Dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm.
* Der Carnival der Kulturen findet in mehreren deutschen und ausländischen Großstädten statt, so auch in Bielefeld. Es ist eine Art rheinischer Karneval, der den Flair von Rio de Janeiro imitieren soll. Viele in- und ausländische Künstlergruppen studieren Choreographien ein und ziehen durch die Straßen der Stadt.
* La Strada heißt ein Open-Air-Automobilsalon in der Altstadt. Teil dessen ist auch eine Oldtimerparade.
* Der Hermannslauf ist eine Laufveranstaltung über die Höhen des Teutoburger Waldes. Gestartet wird in Detmold am Hermannsdenkmal, das Ziel befindet sich in Bielefeld an der Sparrenburg.
* Traditionell wird das Jahr mit dem Weihnachtsmarkt beschlossen. Dieser befindet sich in der Altstadt und beherbergt über 100 geschmückte Fachwerkhäuschen.
* Ein neues regelmäßiges Event ist das Bielefelder Honky Tonk Festival, das sich seit es 2005 zumersten mal stattfand gut etabliert hat und jedes Jahr im März/April stattfindet.
* Der größte wöchentliche Flohmarkt findet jeden Samstag, zusätzlich einmal im Monat auch am Sonntag, im Parkhaus der Universität bzw. je nach Wetter auf der benachbarten Parkfläche statt. Am Markt beteiligen sich sowohl viele Flohmarktprofis als auch Amateurhändler.

Quellen : » www.wikipedia.de